Die Turnerschaft Gisingen wurde 1907 als Turnerbund Gisingen gegründet und dam 1. September erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister. Ziel und Zweck des Vereines war laut Statuten die körperliche und geistige Kräftigung der Mitglieder. Seit der Wiedergründung nach dem zweiten Weltkrieg 1946 wird bei der Turnerschaft Gisingen in erster Linie Leichtathletik betrieben. In dieser Sportart hat der Verein seit vielen Jahren österreichweit große sportliche Erfolge und gilt mit einigen ausgebildeten Leichtathletik-Trainern (Lehrwarten und Übungsleitern) als die Leichtathletikschmiede in Feldkirch und Umgebung.

Durch viel Eigenleistung und mit einfachsten Mitteln – mit Pickel, Schaufel, Schubkarren und viel Improvisationstalent – entstand in den Jahren 1953/54 im Auwald der Ill das Waldstadion. Mit dem Landesturnfest 1954 wurde das Stadion eröffnet. Damit waren alle technischen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Trainieren in der Leichtathletik geschaffen. Die Erfolge des Vereins, die guten Trainer und die idealen Trainingsbedingungen sorgten für eine starke Zunahme an Mitgliedern. So stellte der Verein 1959 beim Landesjugendturnfest 110 Teilnehmer und wurde überlegener Sieger in den diversen Bewerben.

Als erfolgreichster Athlet in den 1960er Jahren ist Eckart Amman zu nennen, der 17 Landesmeistertitel im Kugelstoßen errang. Zwischen 1964 und 1972 sammelte Maria Sommer zahlreiche Meistertitel bei den Landesund Bundeswettbewerben. Mit Herwig Tavernaro stellte der Verein 1981 erstmals einen Staatsmeister in der allgemeinen Klasse der Leichtathletik.
 
1985 erfolgte der Beitritt zur LG Montfort. Ab diesem Zeitpunkt starteten die Gisinger Leistungsträger ab der Jugendklasse für die LG Montfort, die sich nicht zuletzt aufgrund der starken Gisinger Athlet/innen zum stärksten Verein in Vorarlberg entwickelte. Die Gisinger profilierten sich insbesondere im Nachwuchsbereich und haben seit vielen Jahren den zahlen- und leistungsmäßig besten Leichtathletik-Nachwuchs in Vorarlberg.

Seit 1989 steht dem Verein nach dem Ausbau des Waldstadions eine moderne achtbahnige Anlage zur Verfügung. Ein erster Höhepunkt auf dieser neuen Anlage war dann bereits 1990 die Durchführung der Österreichischen Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse. Highlight dieser Veranstaltung war der 400m Lauf, bei dem sich Alfred Hugl vor heimischen Publikum zum Staatsmeister kürte.

Praktisch als Geburtstagsgeschenk war im Jahr 1997 der Einstieg der Raiffeisenbank Feldkirch als Hauptsponsor bei der Turnerschaft zu werten, die seither die umfangreichen Aktivitäten der Gisinger Leichtathletikschmiede finanziell unterstützt. Der Vereinsname wurde mit Wirkung vom 1.5.1997 auf „Raiffeisen Turnerschaft Gisingen“ abgeändert.

Im Jahr 2004 wurde durch die 10-Kampf Mannschaft mit Markus und Thomas Walser sowie Alexander Razen der 100. Meistertitel auf Bundesebene erzielt. Verena Wiederin gewann 2011 ihre 17. Goldmedaille bei Österreichischen Meisterschaften und stand damit so oft ganz oben auf dem Siegespodest wie kein anderer Gisinger Athlet je zuvor.

Mit Ende 2006 wurde die Mitgliedschaft zur LG Montfort beendet und die Gisinger Leichtathlet/innen starten wieder geschlossen von der Schüler- bis zur Allgemeinen Klasse unter der "Raiffeisen TS Gisingen".

Das sportlich erfolgreichste Jahr mit 19 Österr. Medaillen, 93 Landesmeistertiteln, dem Sieg im VLV-Cup und der 13. Platz im ÖLV-Cup war die logische Folge im Jubeljahr 2007, in welchem der Verein das 100-Jahr-Jubiläum gebührend feierte.
 
Die Leichtathletik hat die seit Urzeiten natürlichen und grundlegenden menschlichen Bewegungsabläufe des Laufens, Springens und Werfens in feste Bahnen des Sports gelenkt und durch ein umfangreiches Regelwerk die individuelle Leistung exakt vergleichbar und messbar gemacht. Sie steht damit Pate für das Motto „Schneller, höher, weiter“ und bildet mit ihren
Disziplinen das Herzstück der Olympischen Spiele.

Die Raiffeisen Turnerschaft Gisingen bietet Kindern bereits ab dem Volksschulalter die Möglichkeit, sämtliche leichtathletischen Disziplinen in ihrer Grobform zu erlernen und sorgt damit für eine vielseitige, athletische Ausbildung. Aus diesen jungen Sportler/innen entwickeln sich immer wieder leistungsstarke Athlet/innen, die auch österreichweit mitmischen können.
So wurden seit dem Jahr 1961 insgesamt 147 Goldmedaillen von Gisinger Athlet/innen bei Österreichischen Meisterschaften quer durch alle Disziplinen und Altersklassen gewonnen.

Raiffeisen Turnerschaft Gisingen = Leichtathletik, Gymnastik, Turnen sowie Volleyball und Tischtennis.

Hauptziel ist die Pflege und Förderung der Leichtathletik sowohl auf breiter Basis als auch im Spitzensportbereich. Die Raiffeisen Turnerschaft Gisingen ist seit Jahrzehnten DIE „Nachwuchsschmiede“ Vorarlbergs. Neben Leichtathletik bieten wir ein vielfältiges Bewegungs- und Gesundheitsprogramm für sämtliche Altersklassen an. Auch Nichtmitglieder sind jederzeit herzlich willkommen unsere nachstehenden Angebote zu besuchen

Volleyball

Seit einigen Jahren spielen zwei Damenmannschaften in der Hobbyliga des Vorarlberger Volleyballverbandes. Mittwoch von 20.00 – 22.00 Uhr in der VS Sebastianplatz.

 

Tischtennis
 
Die Sektion Tischtennis besteht seit dem Jahre 1994 und nimmt mit mehreren Mannschaften an der Meisterschaft des Vorarlberger Tischtennisverbandes teil. Montag und Donnerstag ab 19.30 Uhr in der VMS Oberau

 

Allgemeine Konditionsgymnastik und Lauftreff
 
Die Raiffeisen Turnerschaft Gisingen bietet praktisch allen Alterskategorien eine sportliche Betätigung. Neben den Meisterschaftssportarten Leichtathletik, Tischtennis und Volleyball ist besonders der Lauftreff ab 6 Jahren (jeweils am Montag ab 18.30 bei der Finnenbahn beim Waldstadion), die Kinder-Leichtathletik ab 5 Jahren (jeweils Freitag von 16.00 – 18.00 Uhr im Waldstadion-Gisingen) sowie die allgemeine Konditionsgymnastik für Männer und Frauen aller Altersklassen (Montag von 20.00 – 21.00 Uhr in der VMS Oberau) und das Männerturnen (Freitag von 20.00 – 22.00 Uhr in der VS Nofels) sehr beliebt.